Häufig gestellte Fragen - Medihoney Medizinischer Honig

DER MEDIZINISCHE HONIG ZUR WUNDHEILUNG
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Was ist der Unterschied zwischen dem medizinischen Honig und dem Wundgel?
Der medizinische Honig besteht zu 100% aus der  reinen Honigmischung (Medihoney™ Antibakterieller Honig). Das Wundgel  besteht zu 80% aus dieser Honigmischung und zu 20% aus pflanzlichen  Verdickungsmitteln, welche dem Produkt den salbenartigen Charakter  verleihen, sodass es nicht verläuft. In ihrer Effizienz sind beide  Produkte ähnlich.

Wann wird welches der beiden Produkte angewendet?
Der medizinische Honig eignet sich prinzipiell für  alle Wundtypen. Von besonderem Vorteil ist er bei der Versorgung von  schlecht zugänglichen Wunden wie z. B. Fisteln und Wundtaschen. Wenn  appliziert, verläuft das Produkt sehr gut und erreicht jede Ritze, um  dort seine Wirkung zu entfalten. Reste, welche beim Verbandwechsel und  der Wundreinigung nicht weggespült werden können, werden vom Körper  resorbiert.

Das Wundgel eignet sich sehr gut zur Pflege  oberflächlicher Wunden und Wunden, deren Wundgrund gut zugänglich und zu  reinigen ist. Die pflanzlichen Bestandteile bilden einen dünnen  Schutzfilm auf der Wundoberfläche, welcher bei der Wundreinigung leicht  abgespült werden kann.

Wieviel Medihoney™ muss auf die Wunde appliziert werden (aus Tuben)?
Die Produkte sollten ca. 2–3 mm dick auf die Wunde  verteilt werden. Als Faustregel gilt: 1 20-g-Tube für eine Fläche von  100 cm2 (10 x 10 cm).

Wie wird Medihoney™ auf die Wunden appliziert (aus Tuben)?
Entweder direkt auf die Wunde, welche dann mit  einer geeigneten Wundauflage abgedeckt wird, oder erst auf diese  Wundauflage, welche dann auf die Wunde gelegt wird. Zusätzlich sollte  eine Wundauflage gewählt werden, welche ein effizientes  Exsudatmanagement gewährleistet.

Verklebt Medihoney™ nicht auf der Wunde?
Wenn die Produkte richtig und in ausreichender  Menge appliziert werden und der Verband in vernünftigen Abständen  gewechselt wird, verkleben die Produkte nicht mit der Wunde. Sollten die  Wundauflagen verkleben, dann wurde entweder zu wenig Medihoney™  eingesetzt und/oder der Verband wurde zu lange auf der Wunde belassen.

Wie lange kann ich Medihoney™ auf der Wunde belassen?
In der Regel sollte zumindest am Anfang der Verband  täglich gewechselt werden. Sollte sich herausstellen, dass noch  genügend Produkt auf der Wunde ist, kann man den Verband auch einen  zweiten oder gar dritten Tag auf der Wunde belassen. Längere Zeiträume  werden in deutschen Kliniken normalerweise nicht angewendet, was auch  sinnvoll ist. In anderen Ländern werden Wundauflagen bis zu 7 Tage auf  der Wunde belassen.

Bei hoher Exsudationsrate (Bildung von viel Sekret)  könnte es, abhängig von den verwendeten Wundauflagen, auch notwendig  sein, häufiger als einmal täglich zu wechseln.

Wieso scheint die Exsudation am Anfang der Medihoney™ Anwendung manchmal erhöht zu sein?
Durch die hohe Zuckerkonzentration (hohes  osmotisches Potenzial) wird Feuchtigkeit aus dem Wundgewebe entzogen. Da  das Wundgewebe oft ödematös (aufgeschwemmt) ist, wird umso mehr  entzogen, was sich dann in einer erhöhten Sekretion äußert. Durch diesen  Prozess wird die überflüssige Flüssigkeit aus der Wunde entfernt, was  sich positiv auf den Heilungsprozess auswirkt. Nach einigen Tagen geht  die Exsudationsrate wieder zurück.

Für welche Wundtypen kann Medihoney™ verwendet werden?
Prinzipiell für alle Wundarten:  (1) Akute Wunden wie Schnitte, Abschürfungen und chirurgische Wunden,  um diese sauber zu halten, Infektionen vorzubeugen und die Heilung zu  begünstigen. (2) Chronische Wunden wie Beinulzera und Dekubiti  (Druckgeschwüre), um die Heilung zu stimulieren und die Wunde sauber und  frei von Infektionen zu halten. (3) Infizierte Wunden, um zu helfen,  die Infektion einzudämmen. (4) Kathetereintrittsstellen, um Infektionen  und Entzündungen zu vermeiden. (5) Verbrennungen und Verbrühungen, um  die Wunde zu säubern, Infektionen und Ödeme zu vermeiden und Schmerzen  zu lindern.

Kann Medihoney™ unter Kompressionsbandagen verwendet werden?
Ja. Auf die Wunde mit dem Medihoney™ sollte eine  nicht-adhärente Wundauflage und darüber eine geeignete Auflage fürs  Exsudatmanagement verwendet werden, bevor der Kompressionsverband  angelegt wird.

Wie lange kann eine einmal geöffnete Tube verwendet werden?
4 Monate.

Kann Medihoney™ auch für Diabetiker verwendet werden?
Ja. Bisher wurde noch kein nennenswerter Anstieg  des Blutzuckerspiegels durch die Pflege mit Medihoney™ beobachtet, auch  nicht bei der Pflege großer Wunden. Dennoch empfiehlt der Hersteller,  den Blutzuckerspiegel stets im Auge zu behalten.

Kann Medihoney™ auch bei Kindern angewendet warden?
Als Naturprodukt kann Medihoney™ bei Kindern und Erwachsenen allen Alters angewendet werden.

Zieht eine mit Medihoney verbundene Wunde keine Insekten an?
Wenn die Wunde adäquat verbunden ist, ist dies nicht der Fall.

Kann Medihoney™ vor der Applikation auch verdünnt werden?
Davon wird abgeraten, da das Produkt ansonsten zu  schnell in die Wundauflagen gespült wird und seine Wirkung nicht mehr  richtig entfalten kann; von der Beimischung weiterer Substanzen sollte  ebenso abgesehen werden.

Gibt es bekannte Nebeneffekte?
In seltenen Fällen wird von einem Brennen  berichtet, welches dann i. d. R. nach einer kurzen Zeit vergeht.  Manchmal persistiert der Schmerz allerdings und in solchen Fällen hängt  es vom Patienten ab, ob er den Schmerz ertragen kann oder lieber ein  anderes Produkt verwenden möchte. In solch einem Fall ist die Wunde  vorher zu reinigen.

Der Schmerz, falls er denn auftritt, kommt  wahrscheinlich durch die saure Natur (pH ~ 3,6) des Produkts zustande  und/oder durch die hohe Zuckerkonzentration, welche Feuchtigkeit aus dem  Wundgewebe „saugt“. Er ist nach allen Erfahrungen allerdings nicht als  gefährlich oder nachteilig für den Heilungsprozess zu bewerten. Sollte  der Schmerz unter Verwendung des medizinischen Honigs aufgetreten sein,  hilft manchmal ein Wechsel zum Wundgel.

Kann man Medihoney™ auch bei inneren Infektionen oder zur Stimulierung des Immunsystems
einnehmen?
Die Medihoney™ Produkte sind für die äußerliche  Anwendung vorgesehen. Trotz der intrinsischen antibakteriellen Aktivität  eignen sich diese Produkte nicht zur Bekämpfung innerer Infektionen und  Krankheiten wie Darmbeschwerden, Bronchitis, grippale Infekte und  allgemeine Erkältungen oder zur Entschlackung des Körpers. Für solche  Zwecke ist ein Arzt aufzusuchen und es sollten ausschließlich explizit  dafür vorgesehene Produkte verwendet werden.

Wann sollte man Medihoney™ nicht verwenden?
Um ganz sicher zu gehen, sollte man auf die  Anwendung von Medihoney™ dann verzichten, wenn eine bekannte  Unverträglichkeit auf Honig oder Bienenprodukte vorherrscht.

Bienengift-Allergiker können Medihoney™ allerdings  verwenden, da die bekannten Allergene im Gift nicht im Honig zu finden  sind.

Kann man nicht einen Honig aus dem (Super)Markt verwenden?
Produkte aus dem Supermarkt (auch Bioprodukte) sind  Lebensmittel und dürfen per Gesetz aus gutem Grund nicht für  medizinische Zwecke verwendet werden. Die Qualitätsmerkmale der  verwendeten Honige sowie die Qualitätsstandards bei der Herstellung  medizinischer Honige sind wesentlich höher als für Lebensmittel und die  medizinischen Produkte müssen im Gegensatz zu Lebensmitteln auch  sterilisiert werden. Weiterhin werden nicht alle Mittel als  Medizinprodukte zugelassen, da strenge Vorgaben erfüllt werden müssen.  Medizinprodukte sind CE-gekennzeichnet und nur solche Produkte sollten  für die Wundpflege verwendet werden.

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